
Mit Schleifchen: Der Lexus ISF von Ring Racing reihte sich in die Motorsport-Ecke der Motor Show ein

Kulturgut: Der Evo 6, den Tommi Mäkinen einst pilotierte war zu sehen

Gedenkstein: Colin McRae, der der WRC zu ungeahnter Popularität verhalf, verstarb bereits 2007

Pink Punisher: KKS Performance stellte sein Gesellenstück als Japan-Tuning-Referenz aus

Orientierungspunkt: Auf der Essen Motor Show 2011 waren zwar viele Sondershows zu sehen, der Überblick ging manchmal aber verloren
Die 44. Essen Motorshow lockte, dank der vor zwei Jahren begonnenen Neu-Ausrichtung der Motorsport- und Tuning-Messe, in diesem Jahr 340.000 Besucher in die 18 Hallen. Insgesamt 513 Aussteller waren für die diesjährige Auflage der traditionsreichen Veranstaltung Essen Motor Show im Herzen des Ruhrgebiets versammelt und rückten teilweise auch aufregende Umbauten asiatischer Boliden ins Rampenlicht.
Die Motorsportabteilung des ADAC verdeutlichte gleich hinter dem Eingang Ost wohin sich die Messe Essen entwickeln möchte: Ob Rallye, Rundstrecke, Formel oder Tourenwagen – selbst die Zweiräder waren in diesem Jahr mit einer eigenen Halle vertreten. Die Messe möchte sich also mehr in Richtung Motorsport orientieren. Ehemalige Rallye-Fahrzeuge von Tommi Mäkinen (Mitsubishi Lancer Evo 6) und dem verstorbenen Colin McRae (Subaru Impreza WRX STi) konnten die Besucher vor Ort bewundern, ebenso wie einen Lexus von Ring Racing, den Nissan GT-R von Team Schulze und einen Civic von TeamFahrWerl.
Es gab viel zu sehen auf der Essen Motor Show 2011, für den einen oder anderen vielleicht sogar zuviel. Eine Sonderschau jagte die nächste. Da verlor man als Besucher schnell den Überblick. „100 Jahre Fangio“, „100 Jahre Rallye Monte Carlo“, „Designstudien“, „Hot Rods“, „100 Jahre Indianapolis“, „50 Jahre Jaguar E-Type“ und so fort. Durchsichtiger war die Aufteilung der Hallen: Hier präsentierten sich Motorsport-Teams, Rennserien, Tuner, Felgen- und Reifen-Hersteller sowie allerlei Zubehör-Unternehmen mit ihren Produkt-Highlights für das Jahr 2012. Dort fanden wir auch den weiß-orangen DOTZ-Supra mit dem sich der Felgenhersteller schmückte. Dennoch ist der Bereich Japan-Tuning auf der Essen Motor Show ausbaufähig.
Die Motorshow ist schon immer bekannt für die Autogrammstunden mit mehr oder weniger bekannten „Szene-Größen“. Auch in diesem Jahr kamen die Besucher auf Ihre Kosten. Für das erste Wochenende hatten sich unter anderem Hans-Joachim Stuck mit seinen Söhnen Ferdinand und Johannes, Walter Röhrl, Playmate Silvia Hauten, der RTL-Autohändler Ali Ekici, Lina van der Mars sowie Jo von Tuning Alarm angesagt. Mit Motorsport-relevanten Seminaren und Konferenzen soll der Stellenwert der Essen Motorshow in diesem Bereich künftig noch weiter ausgebaut werden. Hoffentlich vergisst das engagierte Messe-Team dabei auf Dauer den „Schrauber von nebenan“ nicht, den nach wie vor die Schnäppchenjagd nach Essen treibt.
Von: DF/DG Fotos: DF/AE
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